Miniaturen und Figuren bemalen: Farben und Anleitung

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Miniaturen und Figuren zu bemalen ist ein schönes Hobby, das ein wenig Planung und das richtige Material benötigt, wenn das Ergebnis ansprechend sein soll. Für den Start brauchst du nur einen Pinsel und etwas Farbe, schnell wirst du jedoch merken, dass weiteres Zubehör vonnöten sind.

Dabei spielt es keine Rolle, wofür die Figuren gedacht sind, die du bemalen willst. Ob du nun Dioaramen anfertigen willst, die Figuren für dein Tabletop-Spiel brauchst oder sie bemalen willst, um sie später auszustellen: Die Vorgehensweise ist immer ähnlich.

Drum erfährst du in diesem Ratgeber, wie du Miniaturen und Figuren bemalen kannst und wie du erst bereits mit Pinsel und Farbe loslegen kannst. In weiteren Anleitungen wird das Zubehör für Fortgeschrittene erklärt.

Die Basics: Pinsel und Farbe

Um Figuren zu bemalen, benötigst du nur einen Pinsel, die richtige Farbe und selbstverständlich eine Figur. Willst du deine Figur in eine Modelllandschaft setzen, brauchst du zusätzliches Material wie Kunstgras, Steine oder Sand.

Wie finde ich den richtigen Pinsel?

Pinsel für den professionellen Bedarf kosten mehrere Euro pro Stück, sogar die kleinsten davon. Solche Pinsel mit hoher Qualität sind akkurat verarbeitet und verlieren keine Haare. Die Pinselform ist einheitlich beschaffen und überzeugt durch keinerlei Ausfransungen.

Wenn du kleine Figuren bemalen willst, muss die Auswahl an Pinseln eine dementsprechende Größe aufweisen. Auch die Länge der Pinselhaare sollte kürzer werden, je feiner gearbeitet werden soll. Kürzere Haare sind kontrollierbarer und lassen sich genauer an der Miniatur ansetzen.

Flachpinsel sind besser für größere Flächen geeignet, die in einer Farbe angemalt werden sollen. Rundpinsel hingegen sind besser für Details und weiche Strukturen geeignet. Ganz feine Ausarbeitungen nimmst du am besten mit einem spitz zulaufenden Pinsel vor.

Sobald du merkst, dass sich die Lebensdauer eines Pinsels dem Ende entgegen neigt, solltest du ihn aussortieren und nur noch für die Drybrushing-Technik aufbewahren. Mehr dazu in einem späteren Artikel.

Handhabung der Pinsel

Nach jeder Maleinheit solltest du deine Pinsel auswaschen und die Haare von jeglichen Farbresten befreien. Sogar kleine Rückstände am Haaransatz des Pinsel verklumpen die Haare beinahe irreversibel. Da hilft nur noch ein ausgiebiges Bad im Lösungsmittel oder eben der Weg zu Mülltonne.

Anders als weitläufig angenommen, lässt sich getrocknete Acrylfarbe nicht in Wasser lösen. Du musst versuchen, die Oberfläche vorsichtig mit Alkoholen wie Aceton oder Isopropanola aufzuweichen, um die Farbe wieder flüssig zu bekommen, um sie schließlich entfernen zu können. Da lohnt sich meist der Aufwand kaum.

Nach dem Auswaschen solltest du die Pinselhaare wieder in Form drücken, damit sie glatt trocknen können. Falls du immer dran denkst, die Plastikhülle um die Haare des Pinsels zu legen, ist das noch besser. Mit Hülle kannst du sie am besten in einem Mäppchen übereinander verstauen, ohne dass sich die Pinsel gegenseitig beschädigen.

Farben für die Bemalung von Figuren

Ohne Farben geht gar nichts. Grundsätzlich kannst du dich zwischen Acryl- und Ölfarben entscheiden. Gerade am Anfang ist es ratsam, Acrylfarben zu wählen, da sie sich unkompliziert vermischen lassen und schnell trocknen. So kannst du schnell eine Lage nach der anderen auf die Figur legen.

Die meisten bekannten Hersteller haben eigene Farbsets für die figurative Gestaltung. Anders als Standard-Acrylfarben kommen diese etwas dünnflüssiger daher, sodass der Farbauftrag sehr flach stattfinden kann. Nur mit einem flachen Farbauftrag legt sich die Farbe flach auf die Formung der Figur, sodass sie noch deutlich wahrzunehmen ist.

Der Vorteil solcher Farben besteht darin, dass sie gleich verarbeitet und nicht mehr mit Wasser verdünnt werden müssen, bis sie die richtige Viskosität aufweisen. Auch die Deckkraft der Farben ist in der Regel höher als bei gewöhnlichen Acrylfarben, sodass bereits winzige Mengen ausreichen, um ein Farbfeld vollständig einzufärben.

Bekannte Beispiele sind die Farbsets von Vallejo und Army Painter.

Anleitung zum Figuren bemalen

Wie heißt es so schön: „Übung macht den Meister“ auch beim Anmalen von Miniaturen. Die erforderlicher Genauigkeit des Arbeitens erfordert selbst geübten Malerinnen und Malern ein hohes Maß an Konzentration ab.

Alle Hersteller der Figuren geben eigene Ratschläge, wie ihren Produkten am besten Leben eingehaucht wird. Darüber hinaus gibt es unzählige Videos – vor allem aus dem englischsprachigen Raum – die dir Schritt für Schritt zeigen, wie du einen Rohling exakt anmalen musst, um die Details auszuarbeiten.

Auch wenn es am Anfang nicht gleich zu 100 % aussieht, wie bei den Profis, lass dich davon nicht abhalten. Stelle sicher, dass du dir die nötige Zeit nimmst und hoch konzentriert an die Sache herangehst. Eine fertige Figur erwartet dich am Ende und dokumentiert deinen Fortschritt.

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