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Raimund von Saint-Gilles Raimund IV. Graf von Toulouse
Raimund von Saint-Gilles (spr. ßäng-schil’), Graf von Toulouse, Sohn des Grafen Pons, erbt von diesem die Grafschaften Rouergue, Nîmes und Narbonne und folgt 1088 seinem älteren, söhnelosen Bruder, Wilhelm IV., auch in Toulouse, wodurch er einer der mächtigsten und reichsten Fürsten seiner Zeit wird. Eifrig kirchlich gesinnt und von lebhaftem Tatendrang erfüllt, ist er einer der ersten, die 1095 das Kreuz nehmen, und weiht sich bis an sein Lebensende dem Kampf gegen die Ungläubigen. In Begleitung des päpstlichen Legaten Adémar von Puy bricht er an der Spitze eines Kreuzheeres im Oktober 1096 auf und zieht durch die Lombardei, Friaul, Dalmatien und Slawonien nach Konstantinopel, wo er sich mit den übrigen Kreuzfahrern vereinigt und mit Alexios I. intim befreundete. Er nimmt hervorragenden Anteil an den Erfolgen des ersten Kreuzzugs, erobert nach demselben 1103 das Fürstentum Tripolis und stirbt 28. Febr. 1105. Seine Nachkommen herrschen in Tripolis bis 1187.
Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909
Bibliographie
- Dejean, Jean-Luc: Les comtes de Toulouse
- Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909
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Figuren des Mittelalters
– Publiziert: 10.12.2008 – Aktualisiert:
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