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Schlacht bei Groß-Jägersdorf, 30. Aug. 1757
Jägersdorf (Groß-Jägersdorf), Dorf im ehemaligen preußischen Regierungsbezirk Gumbinnen, Kreis Insterburg in Ostpreußen, heute eine Wüstung auf dem Gebiet der Gemeinde Swobodnenskoje (Oblast Kaliningrad, Russland), mit (1900) 470 evangelischen Einwohnern, bekannt durch die Schlacht zwischen Russen und Preußen 30. Aug. 1757. Jene, 54.800 Mann stark, waren unter Apraxin im Juni des Jahres verwüstend in Preußen eingedrungen und hatten bei Groß-Jägersdorf eine feste Stellung eingenommen, die im Rücken und in den Flanken durch natürliche Hindernisse gesichert war. Hier griff sie Feldmarschall Lehwaldt auf Befehl Friedrichs d. Gr. mit der zum Schutz Preußens bestimmten Armee von 24.700 Mann an und richtete seinen Stoß vornehmlich auf den feindlichen linken Flügel. Die russische Kavallerie und die erste Linie der Infanterie wurden geworfen, drei Batterien erobert. Aber das überlegene Kartätschenfeuer der russischen Artillerie erschütterte die Reihen der Angreifer, und als Graf Romanzow 20 frische Bataillone auf dem bedrohten linken Flügel ins Gefecht führte, zogen sich die Preußen mit einem Verlust von 4600 Toten und Verwundeten und 28 Geschützen in guter Ordnung über den Pregel zurück; der Verlust der Russen betrug 7000 Mann und 30 Geschütze. Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909 Gegnerische Truppen
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