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Generalleutnant Friedrich Heinrich Ferdinand Emil Kleist, Graf von Nollendorf
Ende 1808 bei der neuen Organisation der Armee Kommandeur der niederschlesischen Brigade und 1809 Kommandant von Berlin geworden, befehligt Kleist 1812 im russischen Feldzug eine Brigade des Yorckschen Korps und nimmt als Generalleutnant im letzteren auch am ersten Teil des Krieges von 1813 teil. Als preußischer Bevollmächtigter schließt er den Waffenstillstand von Poischwitz (4. Juni) ab, befehligt dann das 2. Korps, das nebst den Garden zum österreichischen Heer in Böhmen stößt, fällt auf dem Rückzug nach der Schlacht bei Dresden über Nollendorf in den Rücken des feindlichen Armeekorps Vandamme, entscheidet dadurch die Schlacht bei Kulm und wird zum Grafen von Nollendorf ernannt. Bei Leipzig befehligt er den linken Flügel der böhmischen Armee und kämpft bei Markkleeberg. Nach der Schlacht mit der Blockade von Erfurt beauftragt, nimmt Kleist durch Konvention die Stadt, übergibt die Einschließung der Zitadellen dem General Dobschütz und folgt der Armee nach Frankreich, wo er 14. Febr. 1814 in die Niederlage bei Etoges verwickelt wird, aber bei Laon 9. und 10. März wesentlich zum Sieg beiträgt. Nach der Schlacht bei Paris (30. März) wird Kleist von den verbündeten Monarchen nach England zu Ludwig XVIII. gesandt, der König ernennte ihn zum General der Infanterie und verleiht ihm als Dotation die Domäne Stötterlingenburg im Fürstentum Halberstadt. Beim Ausbruch des Krieges von 1815 führt er das norddeutsche Armeekorps, tritt aber bald krankheitshalber zurück, erhält das Generalkommando der Provinz Sachsen, zieht sich jedoch 1821 vom aktiven Dienst zurück und wird bei seiner Entlassung Generalfeldmarschall. Ihm zu Ehren heißt ab 1889 das 1. westpreußische Grenadierregiment Nr. 6 Grenadierregiment »Graf Kleist von Nollendorf«. Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909 Scott Bowden und Jim Getz bewerten Kleist im Spielsystem Empire III ab 1812 als guten und inspirierenden Korpskommandeur. Militärischer Werdegang
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