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Pistole
Pistole (vielleicht von der ital. Stadt Pistoja, oder vom tschech. pistala, »Rohr«), kurze, einhändige Handfeuerwaffe, früher auch Faustrohr, Fäustling genannt, prinzipiell den Gewehren ähnlich, deren Entwicklungsgang sie auch mitmachte. Die Landsknechte führten sie als »kurze, feuerschlagende Büchse«, in den niederländischen und Hugenottenkriegen hießen die deutschen Reiter des erfolgreichen Gebrauchs der Pistole wegen Pistoliers.
Pistolen mit zwei Läufen sind Doppelpistolen; bei der Kolbenpistole kann der Kolben durch einen ansteckbaren Teil zum zweihändigen Gebrauch verlängert werden. Gegenüber der von der Reiterei geführten Sattelpistole nennt man kleine Taschenpistolen Terzerole. Über Floberts Zimmerpistole s. Tesching. Besonders berühmte Pistolenfabrikanten waren Lazaro Lazarini und Kuchenreuter.
Für den Gebrauch zu Pferde wurde die Pistole allmählich durch Karabiner und Revolver verdrängt, doch kam sie im Laufe der Zeit durch die großen Fortschritte der Selbstladekonstruktionen wieder zu Ehren, sodass verschiedene Armeen Selbstladepistolen einführten, s. die Artikel »Handfeuerwaffe, Selbstlader und Espingole«.
Abbildungen 1 bis 4, Pistolen aus der Dresdner Gewehrgalerie. Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909 Fragen und AntwortenBitte nehmen Sie bei facebook oder im Miniatures Forum Kontakt mit der Redaktion der Military Miniatures Zeitschrift auf, wenn Sie weiterführende Information zum Thema wünschen. © 2011-2012 by IDL Software GmbH, Darmstadt, Deutschland. Alle Rechte vorbehalten. Frauen | Männer | Selfness | Coaching | Frühstückstreff | Love & Fun | Internet Wargaming | Kulturkalender | Links | Pressemitteilungen |
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