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Feldmarschall Karl Philipp Fürst zu Schwarzenberg
Auf Napoleons Betrieb, dessen besonderes Vertrauen er besitzt, erhält er im russischen Feldzug den Oberbefehl über das österreichische Hilfskorps der großen Armee, geht Anfang Juli 1812 über den Bug und besetzt am 11. die Position bei Pinsk, muss sich aber dann bei der Rückkehr der Hauptarmee vor der überlegenen feindlichen Macht ins Großherzogtum Warschau zurückziehen und bleibt dann, wahrscheinlich infolge geheimer Instruktionen, bei Pultusk untätig stehen. Im April 1813 sucht er vergebens in Paris den Frieden zwischen Frankreich und Russland zu vermitteln, worauf er den Oberbefehl über das Beobachtungsheer, das in Böhmen versammelt wird, und, nachdem Österreich an Napoleon den Krieg erklärt hat, im August den Oberbefehl über alle Truppen der Alliierten erhält.
Nach Napoleons Wiederkehr von Elba 1815 erhält er den Oberbefehl über die Armee der Verbündeten am Oberrhein, doch wird der Sieg über Napoleon errungen, ehe die Österreicher auf dem Kriegsschauplatz eintreffen. Nach seiner Rückkehr nach Wien wird Schwarzenberg zum Präsidenten des Hofkriegsrates ernannt und mit mehreren Gütern in Ungarn beschenkt. Seit 1817 an der rechten Seite gelähmt, stirbt er auf einer Reise zur Kur in Leipzig. Am 18. Okt. 1838 wird Schwarzenberg in der Nähe von Meusdorf bei Leipzig ein Denkmal gesetzt, 20. Okt 1867 seine Reiterstatue in Wien (von Hähnel) enthüllt. Bekannte Figuren
Militärischer Werdegang
Sein Sohn Friedrich, Fürst von Schwarzenberg, österreichischer General, geb. 1799, gest. 6. März 1870, der, um sich der militärischen Laufbahn zu widmen, auf sein Majorat zugunsten seines jüngeren Bruders Karl (s. d.) verzichtet, wird Major, macht 1830 als Freiwilliger die Unternehmung gegen Algier mit, unternimmt später weite Reisen, die er auch schriftstellerisch behandelt. Er schreibt: »Rückblicke auf Algier« (1831), »Reise in die Levante« (1837), »Aus dem Wanderbuch eines verabschiedeten Landsknechts« (Wien 1844-48, 5 Bde.). 1846 unterstützt er Erzherzog Ferdinand in Galizien und beschreibt diese Periode in den »Antidiluvianischen Fidibusschnitzel«. Im Jahr 1849 ist er Ordonnanzoffizier des Generals Haynau in Ungarn und wird Generalmajor. Seitdem lebt er nur noch seinen literarischen Arbeiten. Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909 Bibliographie
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