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Miliz
Miliz (v. lat. militia), ursprünglich Streitkräfte überhaupt, also soviel wie heute Militär, später Land- und Bürgertruppen, die nur im Kriege verwendet wurden. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts versteht man unter Miliz Truppen aus Landesangehörigen, die, ohne volle Ausbildung im Heere zu erhalten, im Frieden nur zu kurzen Übungen einberufen, für den Krieg aber auf Grund vorbereiteter Organisation formiert werden. Beim Milizsystem beruht das ganze Wehrwesen auf solchen Formationen, wie z. B. in der Schweiz und in den Vereinigten Staaten (vgl. Wehrsystem). Eine wichtige Rolle neben einem geworbenen Heere spielte die Miliz in Großbritannien. Unter den Begriff Miliz fallen auch Nationalgarden, Landsturm, Territorialtruppen, die alle neben ausgedienten Soldaten auch andere Elemente aufnehmen (vgl. Volksbewaffnung). Russland hatte im Kaukasus, in Sibirien und Turkistan »Milizen«, die aus Eingeborenen bestanden, jedoch ähnlich ausgebildet waren wie die Kosaken. Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909 Bekannte Figuren
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