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Friedrich I. Kurfürst von der Pfalz, 1451 - 76Friedrich I., der Siegreiche, Kurfürst von der Pfalz, von seinen Feinden »der böse Fritz« genannt, geb. 1. Aug. 1425, gest. 12. Dez. 1476, zweiter Sohn des Kurfürsten Ludwig III., erbte nach seines Vaters Tode 1436 einige Teile der pfälzischen Länder, überließ sie aber freiwillig seinem älteren Bruder, dem Kurfürsten Ludwig IV., und wurde 1449 für dessen minderjährigen Sohn Philipp Vormund und Administrator des Landes. Sein 1452 unternommener Versuch, sich von den Ständen des Landes die Regierung als Kurfürst auf Lebenszeit mit der Bedingung übertragen zu lassen, dass er sich nie standesgemäß vermählen und seinen Neffen Philipp als Sohn und Nachfolger annehmen wolle, scheiterte am Widerspruch Kaiser Friedrichs III. Die aufrührerischen Städte der Oberpfalz warf Friedrich 1454 nieder, besiegte auch die Lützelsteiner Grafen und vereinigte ihre Grafschaft mit der Pfalz, demütigte den Pfalzgrafen von Veldenz und schloss mit Baden und Kurmainz Frieden. Als er später den abgesetzten Erzbischof Dietrich von Mainz gegen Adolf von Nassau unterstützte, verfiel er der Reichsacht; der hierdurch veranlasste sogen. Pfälzer Krieg führte schließlich zu wesentlichen Gebietserwerbungen. Seiner Ehe mit Klara Den aus Augsburg, die er zum Fräulein v. Dettingen erhob und 1472 heiratete, entsprangen zwei Söhne, Friedrich und Ludwig, von denen der letztere Stammvater der Fürsten von Löwenstein-Wertheim wurde. Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909 Bibliographie
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