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General Robert E. Lee, Konföderierte Armee
Oberst Robert E. Lee, US-Armee, Stahlstich von Alexander Hay Ritchie; daneben General Robert E. Lee, Konföderierte Armee, Stich von John C. McRae nach einer Photographie von Brady. Lee (sprich li-), Robert Edward, General der konföderierten Südstaaten von Nordamerika, geb. 19. Jan. 1807 zu Stratford in Virginia, gest. 12. Okt. 1870 in Lexington (Virginia), erhält 1825-29 seine militärische Vorbildung in West Point und findet zuerst im Krieg gegen Mexiko 1845-48 Gelegenheit, sich auszuzeichnen. 1852 wird er Direktor der Militärakademie zu West Point und besucht während des Krimkrieges mit McClellan in militärwissenschaftlichem Interesse Europa. Als der Bürgerkrieg 1861 ausbricht, entscheidet er sich für die Sache des Südens und tritt im Mai 1861 als Generalmajor in das Heer der Konföderierten, erhiält bald darauf den Oberbefehl über dasselbe, muss ihn aber noch im selben Sommer an Beauregard abtreten. Nach dessen Rücktritt und J. Johnstons Verwundung im Frühjahr 1862 wird er wieder Oberbefehlshaber, siegt Ende August am Rapahannock über Pope, fällt in Maryland ein, wird jedoch 16. und 17. Sept. bei Antietam geschlagen. Die nächsten Siege erkämpft Lee bei Fredericksburg 13. Dez. 1862 über Burnside und bei Chancellorsville 2. Mai 1863 über Hooker. Bei einem abermaligen Zug gegen Norden wird er jedoch 1.-3. Juli 1863 bei Gettysburg in Pennsylvania wieder geschlagen, zieht sich aber in guter Ordnung zurück. 1864 entfaltet Lee, fortwährend in der Defensive und in stetigem, wenn auch langsamem Rückgehen auf Richmond, den ganzen Reichtum seiner kriegerischen Befähigung. Nachdem er elf Monate lang erfolgreichen Widerstand geleistet hat, muss er endlich 2. April 1865 Richmond räumen und 10. April bei Appomatox Court House vor General Grant die Waffen strecken. Er wird darauf Präsident des Washington College zu Lexington im Staat Virginia und lebt bis zu seinem Tod in Zurückgezogenheit. Unter den Feldherren, die im großen Bürgerkrieg auftraten, war er ohne Zweifel der bedeutendste an Talent und Charakter. Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909 Bekannte Figuren
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