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Joseph Anton, Fürst Poniatowski, Marschall von Frankreich
1807 wird Poniatowski von der provisorischen Regierung in Warschau zum Kriegsminister ernannt. Als 1809 der französisch-österreichische Krieg ausbricht, zieht sich Poniatowski mit den Truppen vor der Übermacht des Erzherzogs Ferdinand zurück. Während aber die Österreicher bis Thorn vordringen, besetzt Poniatowski im Mai Galizien. 1812 befehligt er in Russland das polnische V. Armeekorps der großen Armee. In der Schlacht bei Leipzig führt er als Kommandeur des 8. Armeekorps den rechten Flügel des französischen Heeres an und verteidigt das Dorf Konnewitz gegen die Österreicher so ausgezeichnet, dass er 16. Okt. von Napoleon I. zum Marschall ernannt wird. In der Nacht vom 18. zum 19. Okt. zieht er sich nach Leipzig zurück, wo er am 19. die abziehende französische Armee zu decken hat. Erst als der Feind schon in die Vorstädte von Leipzig eingedrungen ist, begibt sich auch Poniatowski, bereits verwundet, auf die Flucht, findet aber den Tod in den Fluten der Elster. Am 26. Okt. wird er bestattet, 1816 aber in der Gruft der polnischen Könige zu Krakau beigesetzt. Ihm wurde an der Elster ein Denkmal gesetzt. Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909 Scott Bowden und Jim Getz bewerten Poniatowski im Spielsystem Empire III als charismatischen, aber mittelmäßigen Armeekommandeur, und guten Korpskommandeur. Nicht-polnischen Truppen gegenüber wirkt er unpersönlich.
Bekannte Figuren
Bibliographie
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